zum Arbeiten in der CH

Lieber Bewerber!

  

Arbeiten in der Schweiz

 

Zugang zum Arbeitsmarkt

EU-Bürger können mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass in die Schweiz einreisen. Als Tourist kann sich jeder EU-Bürger drei Monate lang in der Schweiz aufhalten, ohne sich anmelden zu müssen. Wer länger bleibt, muss sich bei der Gemeinde anmelden und eine Aufenthaltsbewilligung beantragen. Sie wird von den kantonalen Migrationsämtern erteilt. Es wird zwischen Kurzaufenthalts- (weniger als 1 Jahr), Aufenthalts- (befristet) und Niederlassungsbewilligung (unbefristet) unterschieden. Für Staatsangehörige aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und Ungarn gelten bis 30. April 2011 Übergangsbestimmungen: Sie dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen in der Schweiz eine unselbstständige Erwerbstätigkeit ausüben.Für Bürgerinnen und Bürger aus Rumänien und Bulgarien gelten die Zulassungsbeschränkungen bis 2016. Informationen dazu erhalten Sie in der EURES-Broschüre „Aufenthalt in der Schweiz“, die Sie unter www.bfm.admin.ch herunterladen können.

Wer im benachbarten Ausland wohnt und täglich in die Schweiz zum Arbeiten pendelt, gilt als Grenzgänger und benötigt eine Grenzgängerbewilligung. Sind Sie Staatsanghöriger eines EWR-Staates, benötigen Sie die Grenzgängerbewilligung „EG/EFTA“. Sie ist nicht kontingentiert, in der Regel kann man sie bei der kantonalen Migrations- oder Arbeitsmarktbehörde beantragen. Staatsangehörige eines Staates außerhalb des EWR benötigen eine Grenzgängerbewilligung für Drittstaatsangehörige. Staatsangehörige der EWR-20-Staaten, die vorübergehend für maximal 90 Tage pro Kalenderjahr in der Schweiz tätig sind, brauchen weder eine Grenzgänger- noch eine Aufenthaltsbewilligung. Dies gilt auch bei Entsendung durch einem ausländischen Arbeitgeber für maximal 90 Arbeitstage pro Firma und Jahr. Sie müssen jedoch bei den zuständigen kantonalen Behörden gemeldet werden.

Nähere Informationen zur Personenfreizügigkeit, zu den Grenzgängerbewilligungen und zu den für den Antrag notwendigen Unterlagen finden Sie in der Broschüre „Infos für Grenzgänger“, die Sie unter 
www.eures-bodensee.de kostenlos herunterladen können.

 

 

Löhne und Lebenshaltungskosten

Lebenshaltungskosten

Geld sparen können vor allem diejenigen, die in der Schweiz arbeiten und zum Einkaufen ins benachbarte Ausland fahren, denn das Schweizer Preisniveau liegt etwa 20 Prozent über dem deutschen. Vor allem Wohnungen in den Ballungsgebieten sind teuer. Gleichzeitig werden in der Schweiz jedoch meist deutlich höhere Löhne gezahlt als hierzulande, und die Steuern sind niedriger. Informationen über die durchschnittlichen Mietpreise verschiedener Wohnungen können Sie beim Statistischen Amt der Schweiz herunterladen: www.bfs.admin.ch.

 

 

Löhne und Gehälter

Die Löhne und Gehälter, die in der Schweiz gezahlt werden, zählen zu den höchsten weltweit. Besonders viel verdient man in Zürich, Basel und in der Nordwestschweiz; am wenigsten im Tessin. Es gibt keinen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn, jedoch wurden in den Gesamtarbeitsverträgen für viele Branchen spezifische Mindestlöhne festgelegt. Detailliertere Informationen über die einzelnen Branchenvergütungen erhalten Sie beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO unter www.seco.admin.ch. Dort können Sie die aktuellen Gesamtarbeitsverträge für sämtliche Branchen herunterladen.

Frauen verdienen für vergleichbare Arbeiten zum Teil wesentlich weniger als Männer. Sehr oft wird die Vergütung als Paket gestaltet, das sich aus einer fixen Grundvergütung und aus variablen, leistungsbezogenen Einkommensbestandteilen zusammensetzt. Vor allem Arbeitnehmer in höheren Positionen (Manager) erhalten solche Boni und Prämien, doch nicht nur: Laut einer Studie von Hewitt Associates bekommen sogar mehr als drei Viertel der Fachkräfte und gut 60 Prozent der Sachbearbeiter in der Schweiz leistungsabhängige Vergütungsbestandteile. Die variablen Jahresprämien und Provisionen bemessen sich nach dem Grad, zu dem der Arbeitnehmer ein zuvor vereinbartes Arbeitsziel erreicht hat. Im Jahr 2008 erhielten im verarbeitenden Gewerbe Arbeiterinnen und Arbeiter mit einfachen Tätigkeiten durchschnittlich 4.705 CHF (3.522 €) brutto pro Monat, Arbeitnehmer mit sehr anspruchsvollen Aufgaben erhielten 7.647 CHF (5.724 €). Im Baugewerbe erhielten Beschäftigte 5.131 CHF (3.841 €) beziehungsweise 6.336 CHF (4.743 €), im Kredit- und Versicherungsgewerbe durchschnittlich 6.062 CHF (4.537 €) beziehungsweise 11.301 CHF (8.459 €) – alle Zahlen gelten für den privaten Sektor.

In der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung können Sie die durchschnittlichen Bruttolöhne nach Tätigkeit, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht für sämtliche Branchen abrufen (Download unter
www.bfs.admin.ch).

 

 

Sozialabgaben und Steuern

Der Arbeitnehmeranteil an den Sozialabgaben für die Sicherheit im Alter, bei Invalidität und Tod beträgt 5,05 Prozent des Bruttolohnes. Beschäftigte mit einem Bruttojahreslohn von über 20.520 CHF (2010) müssen sich zudem in der Beruflichen Vorsorge versichern. Die Beitragssätze werden von der jeweiligen Pensionskasse geregelt und liegen zwischen 4 Prozent und 13 Prozent des „koordinierten Lohnes“ (= Erwerbseinkommen minus 23.940 CHF; mindestens 3.420 CHF, maximal 58.140 CHF). Für die Arbeitslosenversicherung zahlen Arbeitnehmer 1 Prozent des Bruttolohns bis zu einer Höchstgrenze von 126.000 CHF pro Jahr. Hinzu kommen 0,15 Prozent des Bruttolohnes für die Erwerbsersatzordnung und 1,6 Prozent für die Versicherung von Nichtberufsunfällen.

Die Höhe des Festbetrags für die Krankenversicherung (Grundversicherung) variiert je nach Versicherer und Kanton; sie hängt jedoch nicht vom Einkommen, Geschlecht oder Gesundheitszustand ab. Unter 
www.bag.admin.ch
(> Themen > Krankenversicherung > Prämien) finden Sie einen Kalkulator, mit dem Sie Ihre persönliche Prämie berechnen können. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind die Beiträge niedriger. Auch für unter 25-Jährige besteht die Möglichkeit, Rabatte festzusetzen.

Auf den Betrag, der nach Abzug der Sozialabgaben übrig bleibt, wird nach einem progressiven Tarif die Einkommensteuer erhoben. Unter 
www.steuern.sg.ch
 finden Sie einen Kalkulator, mit dem Sie Ihre Steuersumme selbst berechnen können. Die Einkommensteuer setzt sich aus der Gemeindesteuer, der kantonalen Steuer und der direkten Bundessteuer zusammen. Ein verheirateter Arbeitnehmer mit zwei Kindern und einem Jahreseinkommen von 25.000 CHF (18.713 €) bezahlt in Zürich 48 CHF (36 €) Steuern, bei einem Einkommen von 45.000 CHF (33.683 €) wären es 591 CHF (442 €), bei einem Einkommen von 80.000 CHF (59.880 €) zahlte er 3.487 CHF (2.610 €) (für das Steuerjahr 2009).

Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundesamt für Sozialversicherung unter 
www.bsv.admin.ch, bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (www.estv.admin.ch) und bei den kantonalen Steuerämtern. Für Grenzgänger ist die EURESBroschüre „Informationen für Grenzgänger“ interessant, die Sie kostenlos unter www.jobs-ohne-grenzen.org (> Publikationen) herunterladen können.

 

Anerkennung von Abschlüssen

Für die meisten Tätigkeiten ist es unerheblich, ob Ihr Ausbildungs- oder Studienabschluss bei den europäischen Nachbarn anerkannt ist. Nur bei Berufen, die eine staatliche Anerkennung voraussetzen – zum Beispiel Arzt oder Lehrer –, sollte die Anerkennung geklärt sein, bevor Sie sich bewerben. Die Europäische Union hat für diese Berufe Richtlinien entwickelt, mit deren Hilfe die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen geregelt wird. In den meisten Fällen entscheidet der Arbeitgeber jedoch anhand Ihrer Bewerbungsunterlagen, ob Ihre Ausbildung und Qualifikation seinen Anforderungen entspricht. Sie sollten davon ausgehen, dass der Arbeitgeber, bei dem Sie sich bewerben, in der Regel nicht weiß, was sich hinter Ihrer deutschen Berufsausbildung und -bezeichnung genau verbirgt. Zeugniserklärungen, aber auch die Anerkennung von Abschlüssen können hilfreich sein.

Offizielle Übersetzungen der Ausbildungsprofile deutscher Ausbildungsberufe ins Englische und Französische sind auf www.bibb.de zu finden. Beim Bundesinstitut für Berufsbildung werden auch Zeugniserläuterungen für Ausbildungsberufe bereitgestellt. Die Europass-Zeugniserläuterung (
www.europass-info.de
) liefert eine Kurzbeschreibung der Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen, die durch die Berufsausbildung erworben werden. Das Dokument enthält auch Informationen zu Dauer, Art und Niveau der Ausbildung und zum Bildungsweg, auf dem ein Abschluss erreicht werden kann. Zudem gibt die Zeugniserläuterung Hinweise zu typischen Branchen und Tätigkeitsfeldern, für die diese Berufsausbildung qualifiziert, und zur Bewertungsskala der Benotung.

Adressen, Kontaktpersonen und weitere Informationen, die bei der Anerkennung von Abschlüssen wichtig sein können, finden Sie auf den Internetseiten 
http://ec.europa.eu/youreurope, www.anabin.de und www.enic-naric.net. Im Einzelfall hilft die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (www.kmk.org). Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie informiert auf seiner Homepage (www.bbt.admin.ch) über das Verfahren der Anerkennung. Spezielle Informationen über medizinische Berufe finden Sie unter www.bag.admin.ch (akademische Abschlüsse). Für die Anerkennung nicht akademischer Abschlüsse im Bereich Medzin ist das Schweizerische Rote Kreuz zuständig: www.redcross.ch.

 

 

Arbeits- und Vertragsrecht

In vielen Branchen und einigen Firmen regeln Gesamtarbeitsverträge die Arbeitsbedingungen. Ansonsten wird frei mit dem Arbeitgeber verhandelt. Arbeitsverträge können mündlich oder schriftlich geschlossen werden. Um spätere Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie aber auf einem schriftlichen Vertrag bestehen. Die Probezeit dauert normalerweise einen Monat, sie kann aber schriftlich auf drei Monate verlängert werden. Während dieser Zeit können beide Parteien mit einer Frist von sieben Tagen kündigen, falls im Vertrag nichts anderes vereinbart wurde. Nach dieser Zeit bemisst sich die Kündigungsfrist danach, wie lange das Arbeitsverhältnis bestanden hat: Bei bis zu einem Jahr beträgt sie einen Monat, bei zwei bis neun Jahren gelten zwei Monate Frist, ab zehn Jahren müssen beide Seiten drei Monate einhalten – jeweils zum Monatsende..

Beschäftigte in industriellen Betrieben, Büropersonal und technische und andere Angestellte einschließlich des Verkaufspersonals in Großbetrieben des Einzelhandels dürfen maximal 45 Stunden pro Woche arbeiten. Für alle anderen Arbeitnehmer gilt eine reguläre Höchstarbeitszeit von 50 Stunden pro Woche. Jugendliche dürfen höchstens 9 Stunden pro Tag arbeiten. Für Nachtarbeit gibt es besondere Regelungen. Überstunden müssen in der Regel durch Freizeit ausgeglichen oder mit einem Zuschlag von mindestens 25 Prozent vergütet werden. Arbeitnehmer haben Anspruch auf mindestens vier Wochen Urlaub pro Jahr, Jugendliche unter 20 Jahren auf mindestens fünf Wochen. Außerdem gibt es, je nach Kanton, bis zu 14 Feiertage.

"Seit drei Jahren lebe und arbeite ich als Ärztin in der Schweiz. Ich habe auf der Inneren Medizin des Regionalspitals Münsingen angefangen, aktuell bin ich im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst in Fribourg. Die Arbeitsbedingungen hier erscheinen mir trotz langer Arbeitszeiten – wir haben hier offiziell die 50-Stunden-Woche – deutlich besser als in Deutschland. Hierarchische Strukturen sind weniger ausgeprägt als in Deutschland, gelegentlich lassen sich hier selbst die Chefärzte duzen. Der Umgangston ist respektvoller, zudem arbeiten wir weniger unter Zeitdruck.“

Annika Binder, Ärztin in Fribourg


Das Staatssekretariat für Wirtschaft bietet unter 
www.seco.admin.ch Gesamtarbeitsverträge und Merkblätter zu arbeitsrechtlichen Themen kostenlos zum Download an. Detaillierte Informationen zum Arbeitsrecht in der Schweiz erhalten Sie in der EURES-Broschüre „Infos für Grenzgänger“, die Sie kostenlos unter www.jobs-ohne-grenzen.org (> Publikationen) herunterladen können. Streitigkeiten aus Einzelarbeitsverträgen werden von den Zivilgerichten der Kantone beurteilt. Sollten Sie arbeitsrechtliche Probleme bekommen, können Sie sich zunächst an die Arbeitnehmervertretung Ihres Unternehmens wenden. Rechtsberatung erhalten Sie bei den Gewerkschaften – die Adressen der Beratungsstellen finden Sie in der EURES-Broschüre „Infos für Grenzgänger“ (siehe oben). Insbesondere für Grenzgänger bietet das DGB-Büro in Ravensburg Beratung an. Informationen unter www.dgb.de. Die Schweizer Direktion für Arbeit des Staatssekretariats für Wirtschaft kümmert sich vorwiegend um den Arbeitnehmerschutz. Informationen über den Service dieser Stelle erhalten Sie in einer Broschüre unter www.seco.admin.ch.

 

 

Sozialversicherung

Im Bereich der sozialen Sicherheit haben sich die Staaten der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes auf bestimmte Regeln verständigt. Sie beziehen sich auf Leistungen der Krankenversicherung, der Rentenversicherung, der Arbeitslosenversicherung, der Unfallversicherung und Familienleistungen. 

Die Vereinbarungen stellen sicher, dass kein Arbeitnehmer Nachteile erleidet, weil er im Laufe seines Erwerbslebens in mehreren Mitgliedstaaten erwerbstätig war: Kein Sozialversicherungsbeitrag soll verloren gehen, erworbene Rechte sollen geschützt werden, und jedes Land soll die Rente zahlen, die den dort verbrachten Versicherungszeiten entspricht. Weitere Informationen und nützliche Links zur sozialen Sicherheit in Europa finden Sie auf den Seiten der Europäischen Kommission unter 
http://ec.europa.eu/eulisses. Betreffend die Arbeitslosenversicherung finden Sie detaillierte Informationen auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit unterwww.arbeitsagentur.de.


Wenn Sie einreisen ...
Gesetzlich Versicherte benötigen die Europäische Krankenversicherungskarte, um sich im Ausland medizinisch behandeln zu lassen. Die Karte ist in allen EUStaaten sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und in der Schweiz gültig. Wer privat versichert ist, sollte mit der Krankenkasse vor Reiseantritt eine private Auslandskrankenversicherung abschließen.

Wenn Sie arbeiten ...
Sobald Sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben, unterliegen Sie dem jeweiligen nationalen Sozialversicherungssystem und den dazugehörigen Rechtsvorschriften. Grundsätzlich gilt, dass man immer in dem Land sozialversichert ist, in dem man eine Beschäftigung oder Erwerbstätigkeit ausübt (Beschäftigungs- oder Tätigkeitslandprinzip). Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Arbeitnehmer, die von ihrem Arbeitgeber befristet in einen anderen Mitgliedstaat entsandt werden, um dort für das Unternehmen zu arbeiten, bleiben zunächst im Heimatland versicherungspflichtig. Darüber hinaus sind weitere Ausnahmegenehmigungen möglich.

Das Thema Sozialversicherung ist eine Sache für Experten. Für rechtsverbindliche Auskünfte sollten Sie sich daher an Ihre Krankenkasse und den für Sie zuständigen Rentenversicherungsträger wenden. Ausführliche Informationen und die Adressen von Beratungsstellen in Ihrer Nähe gibt es unter 
www.deutsche-rentenversicherung.de (> Beratung). Dort finden Sie auch Informationen über die Internationalen Beratungstage, die von der Deutschen Rentenversicherung angeboten werden. Auf diesen Veranstaltungen können Sie sich von Fachleuten ausländischer und deutscher Versicherungsträger kostenlos zu Fragen des grenzübergreifenden Rentenrechts beraten lassen.

Eine Übersicht über weiterführende Links zur sozialen Sicherheit in der Schweiz erhalten Sie im Internet unter der Adresse 
www.ba-auslandsvermittlung.de/schweiz (> Linksammlung).

 

 

Kurzer Blick auf das Sozialversicherungssystem

Wer in der Schweiz arbeitet, muss sich in den schweizerischen Sozialversicherungen versichern: Sie umfassen die Krankenversicherung (mindestens Grundkrankenpflegeversicherung), die Unfallversicherung (für abhängig Beschäftigte obligatorisch), die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung und die Arbeitslosenversicherung. Arbeitslosengeld können Sie in der Schweiz oder, unter bestimmten Voraussetzungen, auch direkt in Deutschland beziehen – etwa wenn Sie als Grenzgänger in der Schweiz gearbeitet oder wenn Sie Ihren Lebensmittelpunkt trotz der Auslandsbeschäftigung in Deutschland beibehalten haben. Detaillierte Informationen dazu erhalten Sie im Merkblatt „Arbeitslosengeld und Auslandsbeschäftigung“, das Sie unter www.arbeitsagentur.de (> Arbeitslosengeld > Internationales) herunterladen können. In der Schweiz gibt es eine dritte Säule der Altersvorsorge, nämlich die zusätzliche freiwillige Vorsorge. Es ist auch bei kürzeren Beschäftigungszeiten in der Schweiz ratsam, zusätzlich vorzusorgen. Ein gutes und leicht lesbares Kompendium für EU-Bürger, die in der Schweiz arbeiten wollen, hat das Integrationsbüro der Regierung mit dem Bundesamt für Ausländerfragen (www.bfm.admin.ch) herausgegeben.

Detaillierte Informationen bietet auch die EURES-Broschüre „Informationen für Grenzgänger“, die Sie unter 
www.jobs-ohne-grenzen.org (> Publikationen) kostenlos herunterladen können.